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Udo Lindenberg

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Vor 35 Jahren Udo Lindenbergs tumultuöses Konzert in der DDR Eine Sensation: 1983 erhielt Udo Lindenberg die Erlaubnis, in der DDR aufzutreten – beim Festival „Für den Frieden der Welt“. Die DDR-Führung glaubte, den Auftritt des Musikers und bekannten Friedensaktivisten politisch nutzen zu können. Doch Lindenbergs Auftritt verlief anders als erwartet. Von Alfried Schmitz „Wir spielen heute Abend für den Frieden und für alle Menschen in der DDR. Zum ersten Mal für Euch hier in der Halle und für Euch zu Hause an der Glotze. Wir finden das total Spitzen-Spitze, dass wir hier sind und dass wir, wie sonst in der Bundesrepublik, jetzt auch hier in der DDR, uns an einer Friedensveranstaltung beteiligen können.“ Honecker war nicht amüsiert Auf die Genehmigung, endlich einmal im Osten auftreten zu dürfen, hatte Udo Lindenberg lange warten müssen. Die DDR-Führung hatte große Bedenken gehabt, der politisch engagierte Musiker könnte sich bei seinen Auftritten regime...

Freiheit ist keine Metapher

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Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen hat einmal bemerkt, dass vermutlich jede Bewegung irgendwann ihre eigene Karikatur hervorbringt. Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind ebendies: Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen. Der Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der sich in den letzten zehn Jahren besonders in den vorgenannten Bereichen kenntlich gemacht hat. Am Beispiel von Antisemitismus, Migration, Rassismus und Religionskritik zeigen rund dreißig Beiträge, wie fatal die Konsequenzen einer Haltung sind, die nur noch in Kollektiven zu denken vermag, die dann entweder als Gruppenidentität eingefordert oder aber ressentimentbeladen bekämpft wird; der als politische Organisationsformen nur noch „Koalitionen“ und „Verbündete“ einfallen und die zudem längst vergessen hat, dass Kritik ein Mittel dazu ist, um schlechte Verhäl...

Spex gibt auf

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Vor einigen Tagen kam diese Nachricht zu uns, die Spex mag nicht mehr, sie gibt auf und wie bekannt die AfDeutschen-Unholde  ziehen in den bayerischen Landtag ein, krasse Tage und es wird noch manches schlimmer werden. Anm . Info Spex:   "Heute leider schlechte Nachrichten in eigener Sache: Nach 38 Jahren und 384 Ausgaben wird SPEX zum Jahresende eingestellt. Lesen Sie hierzu das Editorial aus der kommenden – nunmehr vorletzten – SPEX-Ausgabe von Chefredakteur Daniel Gerhardt. Jens Friebe hat leider recht, liebe Leser_innen. „Vermutlich ist es heute schwieriger, über Pop zu schreiben, als selbst Pop zu machen“, sagt er im Interview in der neuen SPEX-Ausgabe. Was er und sein Gesprächspartner Maximilian Sippenauer zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Besagte Ausgabe ist zugleich die vorletzte von SPEX. Nach 38 Jahren und 384 Heften wird das Magazin zum Ende des Jahres eingestellt. Am 27. Dezember erscheinen noch einmal 116 Seiten über den Pop, der unser Leben prägt,...

Lemonade

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Der Film "Lemonade" / Das Spielfilmdebüt von Ioana Uricaru erzählt von einer jungen Rumänin, die in den USA gearbeitet und geheiratet hat. Jetzt braucht sie eine Green Card. Und die Einwanderungsprozedur wird zu einem schmerzhaften, demütigenden Prozess  http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76131 21.09.2018 Jens Balkenborg Bewertung: 4 »Lemonade« ist einer dieser Filme, die sich mit bedrohlicher Ruhe anschleichen: Zu Beginn sehen wir, wie die junge Rumänin Mara (Mälina Manovici) im Krankenhaus geimpft wird, wie sie während der anschließenden Autofahrt mit ihrem Mann einen Schwächeanfall erleidet und schließlich mit einem berechnenden Beamten (Steve Bacic) der amerikanischen Einwanderungsbehörde spricht. Weil ihre Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ausgelaufen ist, braucht Mara dringend ihre Green Card. Dafür muss die gelernte Krankenpflegerin durch den US-Einwanderungsapparat. Die bürokratische Sterilität in den ersten Minuten von loana Uricar...

'En attendant les hirondelles'

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Der Episodenfilm »En attendant les hirondelles« des algerischen Filmemachers Karim Moussaoui Der wunderbare algerische »Mein Baby gehört zu mir«-Moment In seinem Spielfilmdebüt »En attendant les hirondelles« erzählt Karim Moussaoui drei Geschichten aus dem Algerien der Gegenwart. Ein spannend gemachtes Roadmovie, das, zwischen Slums, eleganten Interieurs und urbanem Moloch pendelnd, die Freiheit des Einzelnen feiert. Von Heike Karen Runge Zu den unerwarteten Dingen in diesem an Originalschauplätzen in Algerien gedrehten Film gehört der Einsatz klassischer Musik. Wenn etwa die Bach-Kantate »Ich habe genug« erklingt, um die Bilder des zerrissenen Algerien nach dem Bürgerkrieg mit der besonderen Emotionalität geistlicher Musik aufzuladen. Man merkt dem Film von der ersten bis zur letzten Minute an, dass der algerisch-französische Regisseur Karim Moussaoui alles getan hat, um eine klischeehafte Darstellung der Menschen und ihrer Probleme im heutigen Algerien zu vermeiden, ...

Christiane Rösinger

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23.08.2018                                     [Jungle World] Das Best-of der Kreuzberger Band Britta Aus was Menschen gemacht sind Im September erscheint das »Best-of« von Britta. Eine Hommage an die Berliner Band und ihre Sängerin Christiane Rösinger. Von Kristof Schreuf Christiane Rösinger steht mit einigen ihrer Familienmitglieder, Freunden und Bekannten auf einem Feld in Baden-Württemberg und hat keine Lust. Die Sechsjährige soll Spargel ernten und langweilt sich dabei gewaltig. Ein Lied fällt ihr ein. Rösinger bittet nicht erst um Aufmerksamkeit, sondern legt sogleich los. So laut sie kann, singt sie »Downtown«. Die englische Popsängerin Petula Clark beschreibt in dem Lied einen Ort, an dem die Neonreklame schön aussieht und der Lärm, den die Autos machen, wie Musik klingt. Alle und alles wa...